Ein offener Workshop zu Sicherheit, Orientierung und Souveränität
Viele digitale Unsicherheiten haben wenig mit Unachtsamkeit zu tun. Oft spielen Unwissen, Scham, Angst oder Bequemlichkeit eine Rolle. Manchmal fehlt schlicht die Zeit oder die Energie, sich mit Dingen zu beschäftigen, die kompliziert oder unangenehm wirken.
All das ist in Ordnung.
So funktionieren Menschen.
Digitale Systeme sind komplex, verändern sich ständig und erklären sich selten für alle verständlich. Wer sie nutzt, ohne jedes Detail zu verstehen, macht nichts falsch. Herausfordernd wird es dann, wenn Unsicherheiten unausgesprochen bleiben.
Daraus ist diese Idee entstanden:
Ein offener Workshop, in dem Menschen ihre eigenen Geräte mitbringen und wir gemeinsam anschauen, was dort eigentlich passiert.
Worum es geht
Wir widmen uns grundlegenden Themen des digitalen Alltags, zum Beispiel:
- Sicherheitseinstellungen und Schutzmechanismen
- Browser, Passwörter und alltägliche Gewohnheiten
- Auffälligkeiten erkennen und einordnen
Es geht nicht um technische Tiefe oder Optimierung. Es geht darum, Dinge verstehen, einschätzen und souveräne Entscheidungen treffen zu können.
Alle arbeiten an ihrem eigenen Gerät. Alle dürfen Fragen stellen. Niemand muss etwas „können“.
Der gemeinsame Rahmen bietet Raum für Orientierung und Austausch. Wenn sich zeigt, dass einzelne Themen deutlich tiefer oder individueller werden, behalten wir das im Blick und entscheiden gemeinsam, wie und wo dafür ein passender Rahmen entstehen kann.
Warum „für Anfänger“
Ich nenne dieses Angebot bewusst für Anfänger, weil ich davon überzeugt bin:
Wir sind alle noch Anfänger.
Digitale Systeme überraschen selbst Menschen, die beruflich damit arbeiten. Fehler passieren allen – auch mir.
Genau deshalb halte ich gemeinsames Lernen mit konkreten eigenen Fragen und Beispielen für sinnvoll: Wege aufzuzeigen, wie man erkennen kann, ob etwas plausibel oder auffällig ist, worauf es zu achten gilt und wann es sinnvoll ist, sich Unterstützung zu holen.
Digitale Souveränität bedeutet für mich: sich selbst helfen können und frei bleiben von Abhängigkeiten.
Für wen ist das gedacht
Das Angebot richtet sich an Menschen, die digitale Werkzeuge im Alltag nutzen und sich darin sicherer bewegen möchten, zum Beispiel:
- politisch aktive Demokratieliebende
- Engagierte in Initiativen, Vereinen oder Gremien, je bunter desto besser:-)
- Menschen, die sagen:
„Ich nutze das alles täglich und möchte besser verstehen, was da passiert.“
Vorkenntnisse sind nicht nötig. Fragen stellen schon.
Ein Mindestmaß an Motivation und Mut ist zwingend erforderlich! Du musst Dir Deine Macht zurückholen wollen!
Lose Ideen- und Themensammlung
Diese Sammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie versteht sich als Einladung zum gemeinsamen Erkunden:
- Passwörter
- Backup und Datensicherung
- Login-Sicherheit
- Datenschutz bei der eigenen Webseite
- Browser-Wahl
- Download-Quellen, möglichst direkt beim Hersteller
- Spuren, die wir beim Surfen hinterlassen
- Browser-Plugins
- Updates für Betriebssysteme und Software
- Auffälligkeiten und Fehlermeldungen interpretieren
- Wahl von Online-Diensten
- Wahl des Betriebssystems
- Wichtige Konten identifizieren und absichern
- digitale Nachlassverwaltung
- …
Welche Themen tatsächlich Raum bekommen, entscheidet sich im gemeinsamen Prozess.
Warum ich das mache
Ich mache seit vielen Jahren User-Support und begegne dabei immer wieder denselben Fragen, Sorgen und Unsicherheiten rund um IT. Die wenigsten Menschen haben wirklich Lust, sich damit zu beschäftigen, und so bleiben viele Themen einfach liegen. Einige davon sind jedoch wichtig, um den eigenen Überblick und die Kontrolle zu behalten.
Neben der vielfältigen und abwechslungsreichen Erfahrung macht mir diese Arbeit auch viel Freude – besonders das Vermitteln zwischen Mensch und Maschine und das Senken der Hemmschwelle, sich selbst mit Technik auseinanderzusetzen.
Ich denke, digitale Souveränität beginnt bei uns allen. Sie entsteht nicht durch perfekte Systeme oder vollständiges Wissen, sondern durch gemeinsames Hinschauen, Teilen von Erfahrungen und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung steht an so vielen Stellen auf dem Spiel; die Sicherheit unserer Infrastruktur ist unser aller Verantwortung denn wir sind alle ein Teil davon. Fangen wir dort an, wo wir einen Unterschied machen können. Mit dem Computer auf unserem eigenen Schreibtisch. Hier und jetzt.
Wir profitieren als Kollektiv1 davon, wenn Menschen sich sicherer fühlen, Fragen stellen und Wissen weitergeben. Dafür möchte dieser Workshop einen kleinen, konkreten Raum öffnen.
Weil ich gemerkt habe, dass es nicht skaliert, diese Dinge immer wieder einzelnen Menschen zu erklären, ist die Idee entstanden, daraus einen Workshop zu machen.
Was bewusst nicht passiert
- keine Verkaufsveranstaltung
- keine versteckten Angebote
- keine pauschalen Empfehlungen
- keine Technik-Demonstrationen
Der Fokus liegt auf Orientierung, nicht auf Bewertung. Wenn Du individuelle Beratung brauchst, dann schau Dir gerne mein Angebot zur Entwicklungshilfe an.
Interesse geweckt?
Hast Du einen Raum und genug Leute am Start, die sich für so einen Workshop begeistern können? Ich reise gerne mit der Bahn und mein Honorar ist zielgruppenorientiert variabel.2
Alles weitere ist Verhandlungssache.
Wie gehts weiter?
Das Programm ist aktuell noch in der Entwicklung und sobald es soweit ist, werde ich mögliche Termine hier und per eMail kommunizieren. Wenn Du da auf dem Laufenden bleiben willst, kannst Du Dich hier zu meinem Newsletter anmelden:
Kleingedrucktes
Ich kenne mich ganz gut aus in der Apple-Welt, mit Windows und Linux, mit Fragen der IT-Sicherheit im allgemeinen, Netzwerken und Internet. Mit Android konnte ich in den wenigen Gelegenheiten, die ich damit hatte, kaum etwas anfangen. In diesem Teilbereich traue ich mir etwas zu, dass ich qualifiziertes Raten nenne und bitte dabei um etwas Geduld. Ihr könnt auch mit Android dabei sein, ist ja klar:-)
- weiter oben habe ich die Zielgruppe auf freiheitlich demokratisch orientierte Menschen begrenzt. Genau genommen steht das dem kollektiven Gedanken etwas entgegen. Um die anderen darf sich jemand anderes kümmern. ↩︎
- Gar kein Geld da? Digitale Souveränität ist kein Luxus! ↩︎
Zuletzt aktualisiert am 10. Februar 2026.
