Relikt aus einer anderen Zeit

Bei einer Kundin stand heute ein Rechner, der mich kurz sprachlos gemacht hat:
Windows 95, Pentium-CPU, 16 MB RAM, 2 GB Festplatte.

Das Gerät stammt sehr wahrscheinlich aus den Jahren 1995 – 1997, vermutlich 1996.
Das große Gehäuse ist ein klassischer AT-Tower mit mechanischem Netzschalter, Diskettenlaufwerk und 2-fach-CD-ROM. Rechts vorne leuchtet eine „16 MHz“-Anzeige, wie sie in der 486-Ära üblich war – kein echter Taktwert, sondern ein sogenanntes Turbo-Display, das über Jumper frei beschriftet wurde.

Der Belinea-Röhrenmonitor und die AT-Tastatur mit großem DIN-Stecker passen perfekt in diese Zeit. Solche Systeme liefen damals mit Windows 95 OSR2, Pentium-Prozessoren zwischen 100 und 166 MHz und meist 16 MB Arbeitsspeicher.

Ein Rechner wie dieser markiert den Übergang zwischen DOS-Welt und moderner grafischer Oberfläche – eine Epoche, in der ein einziger Gigabyte Speicherplatz noch beeindruckend war.

Zuletzt aktualisiert am 27. Oktober 2025.