Wer mit Invoice Ninja arbeitet und eRechnungen erstellen möchte, hat dafür eine gute Grundlage. Mit einer klar gesetzten Steuerlogik entstehen stimmige eRechnungen mit passenden Positionen, einer nachvollziehbaren Aufschlüsselung der Umsatzsteuer und sauberen Summen.
Wer mit Invoice Ninja arbeitet und eine eRechnung erstellen möchte, findet dafür eine gute Grundlage vor. Mit einer klaren Konfiguration entstehen stimmige Rechnungen mit passender Steuerlogik, nachvollziehbaren Summen und sauber gepflegten Zahlungsdaten.
Für meinen Anwendungsfall zeigt sich: Invoice Ninja eignet sich auch für die Erstellung einer eRechnung, wenn die entscheidenden Einstellungen bewusst gesetzt werden.
Die Steuerlogik bildet die Grundlage
Der wichtigste Punkt für eine stimmige Invoice Ninja eRechnung liegt in den Steuereinstellungen. Die Umsatzsteuer gehört in diesem Setup auf die Positionen. Dadurch bleibt die Rechnung übersichtlich und die XML-Struktur nachvollziehbar.
Einstellungen unter Steuereinstellungen
In der deutschsprachigen Oberfläche findest du die entscheidenden Punkte unter:
Einstellungen → Steuereinstellungen
Dort haben sich für normale inländische steuerpflichtige Rechnungen diese Werte bewährt:
Rechnungssteuersätze: Deaktiviert
Artikelsteuersätze: Ein Steuersatz
Steuersätze konfigurieren: den regulären Steuersatz, zum Beispiel 19,00 %, korrekt anlegen
Mit dieser Konfiguration trägt jede Position ihren Steuersatz direkt an der richtigen Stelle. Das sorgt für eine klare und stimmige Grundlage der eRechnung.
Produkte, Leistungen und Kund:innen passend pflegen
Ebenso hilfreich ist ein kurzer Blick auf die Stammdaten. Produkte und Leistungen wollen passend kategorisiert sein. Kund:innen wollen für normale steuerpflichtige Rechnungen entsprechend angelegt sein. So bleibt die Steuerlogik auch jenseits der Grundeinstellungen konsistent.
Arbeitszeit sauber als Stunde ausgeben
Wer mit Zeiterfassung arbeitet, profitiert davon, wenn Arbeitszeit auch wirklich als Zeit in der Rechnung erscheint. Für eine Invoice Ninja eRechnung ist es daher sinnvoll, Beratungs- oder Arbeitszeit als Stunde auszugeben.
Nachkommastellen bei Zeiten im Blick behalten
Bei Zeiten mit feiner Nachkommastelle lohnt sich vor dem Export ein kurzer prüfender Blick. So bleiben Mengenangabe und Positionssumme gut aufeinander abgestimmt. Gerade bei zeitbasierten Rechnungen unterstützt das eine saubere und gut lesbare Darstellung.
Die Einstellungen unter Erweiterte Einstellungen → E-Rechnung
Neben den Steuereinstellungen lohnt sich auch der Blick in den Bereich für die eigentliche eRechnung.
Einstellungen → Erweiterte Einstellungen → E-Rechnung
Dort ist bei mir XInvoice_2.3 als Standard hinterlegt. Das ist für meinen deutschen Anwendungsfall eine stimmige Wahl.
Was das Zertifikat in diesem Zusammenhang bedeutet
In meinem Setup ist kein Zertifikat hinterlegt. Für die lokale Erzeugung und den Download der XML-Datei war das in meinem Fall vollkommen ausreichend. Wer eRechnungen direkt über externe Netzwerke oder Plattformen zustellen möchte, schaut sich diesen Bereich später noch einmal genauer an.
Was der e-Angebot-Typ bedeutet
Als e-Angebot-Typ ist bei mir OrderX_Comfort eingetragen. Dieser Punkt betrifft den Angebotsbereich. Für die hier getestete Rechnung spielte diese Einstellung keine Rolle.
Zahlungsdaten vollständig pflegen
Zu einer gut nutzbaren Invoice Ninja eRechnung gehören auch sauber hinterlegte Zahlungsinformationen. In meinem Setup ist die Zahlungsmethode als SEPA Credit Transfer eingerichtet.
Diese Angaben sind bei mir hinterlegt
Unter den Zahlungsdaten sind bei mir diese Felder gepflegt:
IBAN
BIC
Kontoinhaber
Das Feld für den Kontoinhaber heißt in der Oberfläche etwas missverständlich Kontoname. Gemeint ist an dieser Stelle der Name des Kontoinhabers. Mit diesen Angaben ist die Zahlungsinformation in Invoice Ninja vollständig und nachvollziehbar hinterlegt.
Welche Einstellungen sich für meine Invoice Ninja eRechnung bewährt haben
Für meinen Anwendungsfall sieht die Konfiguration damit so aus:
Steuereinstellungen
Rechnungssteuersätze: Deaktiviert
Artikelsteuersätze: Ein Steuersatz
Steuersatz: 19,00 % korrekt angelegt
E-Rechnung
Standard: XInvoice_2.3
Zertifikat: nicht hinterlegt
e-Angebot-Typ: OrderX_Comfort
Zahlungsmethode
Zahlungsmethode: SEPA Credit Transfer
Bankdaten: IBAN, BIC und Kontoinhaber
Fazit: Invoice Ninja erstellt eRechnungen
Invoice Ninja erstellt eRechnungen, wenn Steuerlogik, E-Rechnungsformat und Zahlungsdaten klar eingerichtet sind. Für mich zeigt sich damit: Das System eignet sich auch für kleine, überschaubare Setups, wenn die Konfiguration mit Aufmerksamkeit gepflegt wird.
Die wichtigste Grundlage ist eine saubere Steuerlogik auf Positionsebene. Dazu kommen passende Einstellungen im Bereich E-Rechnung und vollständig hinterlegte Zahlungsdaten. So entsteht eine Invoice Ninja eRechnung, die in der Praxis gut nachvollziehbar aufgebaut ist.
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Zuletzt aktualisiert am 2. April 2026.
